Die Zukunft von AEO & Content-Marketing 2026: Wichtigste Trends & Top-Prognosen
Die wichtigsten AEO- und Content-Marketing-Trends für 2026:
- Google bleibt der weltweit führende Suchanbieter
- Agentenbasierte KI wird die Customer Journey revolutionieren
- AEO-ROI-Modelle müssen für die neue Customer Journey neu gedacht werden
- Datenqualität wird zum entscheidenden Faktor in agentenbasierten AEO-Workflows
- Werbung hält Einzug in (manche) Answer Engines
- Suche wird standardmäßig multimodal
- Markenreputation in der KI-Suche wird zur Top-Content-Priorität
- Agentenbasierte Workflows treiben den Großteil der Content-Erstellung an
- Eigene Studien werden zum wichtigsten Zitationstreiber
- LLMs und Agenten werden zur neuen primären Content-Zielgruppe
- Video-Content wird zur strategischen Notwendigkeit
- Marken, die authentisch und menschlich wirken, setzen sich durch
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Während sich die KI-Suche weiter verändert, werden die Marken erfolgreich sein, die eine agentenbasierte AEO-Strategie entwickeln, um zentrale Workflows zu optimieren und sicherzustellen, dass ihre Marke in KI-generierten Antworten konsistent auftaucht, vertraut und empfohlen wird.
Wie sieht die Zukunft von AEO und Content-Marketing im Jahr 2026 aus?
Die Suche hat sich im vergangenen Jahr nicht nur weiterentwickelt, sie hat sich aufgesplittert: Nutzer:innen recherchieren in ChatGPT, entdecken Marken über Claude, überprüfen Quellen in Perplexity und vergleichen Produkte in Gemini. Eine direkte Folge davon ist, dass sich immer mehr Menschen auf KI-Zusammenfassungen verlassen, statt Links zu folgen – mit weniger Website-Besuchen als Ergebnis. Das bedeutet: Ihre WebsiteWebsite
Eine Website ist eine Sammlung an HTML-Dokumenten, die als einzelne Webseiten über jeweils eine URL mit einem Client wie einem Browser im Web abgerufen werden kann.
Mehr erfahren entwickelt sich zunehmend zu einer Antwortquelle für KI statt zu einer direkten Schnittstelle zu Ihren Kund:innen.
Das bedeutet auch, dass sich KI-Suchmodelle immer stärker an der konkreten Absicht der Zielgruppe ausrichten. KI-Bots priorisieren zunehmend präzise, kontextrelevante Informationen und belohnen Marken, die Inhalte erstellen, die echte Kundenfragen beantworten – mit Zitaten und Erwähnungen.
AEO, SEO und Content-Marketing sind die wichtigsten Hebel, um sicherzustellen, dass Ihre Marke in jeder Sucherfahrung sichtbar ist. Dabei geht es nicht nur darum, ob Ihre Marke erscheint – entscheidend ist, wie sie erscheint und wie KI-Bots und -Agenten gegenüber Ihrer Zielgruppe über sie sprechen.
Deshalb steht die Skalierung der KI-gestützten Content-Erstellung zum Aufbau thematischer Autorität laut unserem 2026 State of AEO/GEO Report als Content-Priorität Nr. 1 für 2026 ganz oben auf der Liste: Es geht nicht mehr darum, Traffic zu generieren, sondern darum, zu prägen, wie KI-Modelle Ihre Marke verstehen. Das erklärt auch den Aufstieg agentenbasierter Content-Tools und -Workflows. Statt KI nur für Einzelaufgaben wie das Erstellen einer Gliederung zu nutzen, bauen Teams zunehmend KI-gestützte Systeme, die ganze Content-Workflows in großem Maßstab automatisieren.
Dieser Wandel zwingt Unternehmen dazu, sich anzupassen und AEO-Strategien zu implementieren, um in der agentenbasierten Zukunft zu überleben und erfolgreich zu sein. Wer das nicht tut, bleibt nicht nur zurück, sondern verschwindet ganz vom Markt.
Hat AEO SEO ersetzt?
Kurz gesagt: Nein, AEO hat SEO nicht ersetzt. Für Marken ist es wichtig, beides zu priorisieren.
Trotz des Wachstums der KI-Suche verarbeitet Google weiterhin rund 99.000 Suchanfragen pro Sekunde – insgesamt etwa 8,5 Milliarden pro Tag im Jahr 2025 (manche Schätzungen gehen sogar von bis zu 16,4 Milliarden täglichen Suchanfragen aus). Das bedeutet: Marken müssen sowohl SEO als auch AEO umsetzen, um ihre Zielgruppen auf der jeweils bevorzugten Suchoberfläche zu erreichen.
AEO und SEO sind zwei völlig getrennte Kanäle mit ähnlichen Taktiken und ähnlichen Zielen. Während es bei der klassischen Suche um Rankings, Traffic und Domain-Autorität geht, dreht sich bei KI alles um Markenautorität, Sichtbarkeit und Marktanteil – und auch um Social Listening, also darum, genau zu beobachten, was die Leute über die eigene Marke sagen und wie sie wahrgenommen wird.
Auch wenn manche Suchpessimist:innen die Zukunft von SEO düster sehen: Viele der SEO-Grundprinzipien, die schon immer wichtig waren, sind im Zeitalter der KI-Suche noch wichtiger geworden, etwa:
- Autorität rund um ein Thema aufbauen
- Einzigartigen, hochwertigen Content veröffentlichen
- Informationen klar strukturieren
- Eine solide technische Grundlage pflegen
Fehlt eines dieser Elemente, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass sowohl klassische Suchmaschinen als auch KI-Modelle Ihre Inhalte crawlen, verstehen und referenzieren (oder ranken).
Ich glaube nicht, dass sich wirklich etwas verändert hat. SEO ist nach wie vor sehr wichtig. Tatsächlich haben wir im vergangenen Jahr gesehen, dass Abkürzungen und Black-Hat-AEO-Taktiken, mit denen manche experimentieren – etwa eine Überinvestition in Listicle-Content –, jahrelange Aufräumarbeiten mit klassischen SEO-Methoden nach sich gezogen haben.
Google hat kürzlich Websites abgestraft, die mit werblichem Listicle-Content experimentiert haben. Einige SaaS-Marken verzeichneten Sichtbarkeitsverluste von bis zu 30–50 % durch bewertungsähnliche Inhalte, in denen sie die eigene Marke auf Platz 1 gesetzt hatten.
Für Marken ist das eine Erinnerung daran, dass AEO wie SEO funktioniert: Abkürzungen können kurzfristig wirken, ihr Effekt hält aber selten an und schadet der eigenen Sichtbarkeit langfristig eher, als dass er hilft.
Die wichtigsten AEO-Trends & Prognosen für 2026
1. Google bleibt der weltweit führende Suchanbieter
Trotz des KI-Booms und der veränderten Art zu suchen, wird Google nicht verschwinden. Auch mit wachsender Verbreitung generativer KI hat Google weiterhin rund 5 Milliarden tägliche aktive Nutzer:innen weltweit – verglichen mit knapp 900 Millionen wöchentlichen aktiven Nutzer:innen bei ChatGPT.
Es wird lange dauern – falls es überhaupt jemals passiert –, bis ein ChatGPT oder Gemini die Zahl der täglichen Google-Nutzer:innen übertrifft.
Google bleibt weltweit die beliebteste Art zu suchen und integriert KI zunehmend direkt in das eigene Ökosystem – mit Gemini, AI Overviews, AI Mode und neuen experimentellen Sucherlebnissen.
Google verzeichnet nach wie vor mehr Suchanfragen als alle Answer Engines zusammen. Ja, Websites bekommen weniger organischen Traffic, aber das heißt nicht, dass weniger gesucht wird. Außerdem verliert ChatGPT bereits monatlich aktive Nutzer:innen, während Google zunehmend aufholt.
Die Marken, die erfolgreich sein werden, sind die, die sich nicht auf eine einzelne SuchmaschineSuchmaschine
Eine Suchmaschine ist eine Website, über welche User nach Inhalten im Internet suchen können; die weltweit wichtigste Suchmaschine ist Google. Mit ihren Crawlern durchsuchen Suchmaschinen das Web und erstellen aus allen gefundenen Inhalten einen Index. Geben User einen Suchbegriff ein, bewertet die Suchmaschine auf Algorithmus-Grundlage die am besten passenden Suchergebnisse und zeigt diese auf Suchergebnisseiten an; englisch: SERP, Search Engine Result Page.
Mehr erfahren oder Sucherfahrung verlassen. Erfolg im Zeitalter der KI-Suche bedeutet, Inhalte so zu gestalten, dass sie sowohl in klassischen Suchergebnissen auffindbar sind als auch strukturiert und autoritativ genug, um in KI-generierten Antworten zitiert zu werden.
2. Agentenbasierte KI wird die Customer Journey revolutionieren
2026 richten sich alle Augen auf agentenbasierte KI, da Systeme nicht mehr nur Fragen beantworten, sondern aktiv Aufgaben übernehmen. Statt Nutzer:innen nur bei der Recherche und dem Vergleich von Optionen zu unterstützen, übernehmen diese Systeme künftig alle Phasen der Customer Journey stellvertretend für die Nutzer:innen.
Agentenbasierte KI wird die Buyer's Journey definitiv revolutionieren, und das ist wahrscheinlich sogar etwas Gutes, weil es den Menschen meiner Meinung nach leichter macht, das zu finden, wonach sie suchen – und Ihre Marke mit weniger Umwegen zu entdecken.
Was bedeutet das für die Auffindbarkeit von Marken, wenn KI-Agenten zur primären Zielgruppe und zum Hauptkonsumenten digitaler Inhalte werden?
Der Website-Traffic wird weiter zurückgehen. Agenten werden Käufe über UCP-Integrationen in Answer Engines im Namen der Nutzer:innen abschließen, wodurch kein Traffic erfasst wird. Website-Traffic wird jedoch nicht über Nacht verschwinden, da sich die Nutzerakzeptanz für agentenbasierten Commerce erst noch beweisen muss. Der Traffic, den Marken erhalten, wird dafür qualitativ hochwertiger und konversionsbereiter sein.
Der Aufstieg agentenbasierter KI unterstreicht, wie wichtig (und dringend) es ist, dass Ihre Inhalte, Ihre Marke und Ihre Produkte in der kuratierten Liste von Empfehlungen innerhalb von KI-Antworten erscheinen. Andernfalls werden Sie in der neuen KI-Customer-Journey praktisch unsichtbar. Sichtbarkeit ist also neu zu vergeben.
Das Spielfeld ist deutlich ausgeglichener, als viele denken. Auch wenn Sie mit einer großen Enterprise-Marke konkurrieren, können Sie sich in der KI- und agentenbasierten Suche Ihren Platz sichern. Der Schlüssel für Unternehmen – insbesondere kleine und mittlere Unternehmen – liegt darin, sich auf die Nutzerintention zu konzentrieren und sicherzustellen, dass Positionierung und Messaging in der KI wirklich zu dieser Intention passen, damit sie ihre Zielgruppe genau dort abholen, wo sie steht.
Das bedeutet, dass Marken Inhalte sowohl für KI-Agenten als auch für Menschen optimieren und erstellen müssen (zumindest vorerst). Darin ähnelt es SEO: Je leichter es Suchmaschinen-Bots fällt, Ihre Inhalte zu entdecken und zu crawlen, desto besser stehen die Chancen auf starke Sichtbarkeit – genau dann, wenn es darauf ankommt.
3. Datenqualität wird zur wichtigsten Säule agentenbasierter AEO-Workflows
Während sich die Suchlandschaft zunehmend in Richtung Automatisierung entwickelt, werden immer mehr Unternehmen spezialisierte KI-Agenten einsetzen, um große Teile ihrer AEO-Aktivitäten zu automatisieren.
Dabei geht es nicht um Automatisierung um ihrer selbst willen, sondern darum, Möglichkeiten für kontinuierliche Optimierung zu finden.
Der Schlüssel zum Erfolg liegt darin, an der Schnittstelle von Automatisierung und menschengeführten Aktivitäten zu agieren. Wird Content automatisiert, ohne dass ein Mensch die Richtung vorgibt, führt das zu minderwertigen Ergebnissen und schlechterer Sichtbarkeit.
Statt die KI-Suchperformance manuell zu überwachen und technische Probleme erst Wochen oder Monate später zu entdecken, werden Unternehmen technische und AEO-Agenten einsetzen, die den Markenruf und die Sichtbarkeit über Answer Engines hinweg kontinuierlich und in großem Maßstab analysieren.
Welche Unternehmen mit agentenbasiertem AEO erfolgreich sind, entscheidet letztlich die Datenqualität – denn KI-Agenten sind immer nur so gut wie die Daten, auf die sie zugreifen können.
Wenn ein Agent Ihre Website überwacht und technische Probleme behebt, sobald sie auftreten, bleibt mehr Zeit für strategische Aktivitäten mit hohem Mehrwert. Einen einfachen Knopf, den man drücken kann, gibt es dabei nicht – und meist sind es genau diejenigen, die genau danach suchen, die am Ende zurückbleiben.
Sind die Daten korrekt und gut strukturiert, liefern Agenten verlässliche Erkenntnisse und sinnvolle Optimierungsempfehlungen. Sind die Daten hingegen unvollständig, veraltet oder verzerrt, können Agenten fehlerhafte Erkenntnisse liefern oder sogar Erklärungen halluzinieren, die jeder Grundlage entbehren.
Mit anderen Worten: Die Marken, die heute in hochwertige Daten-Pipelines investieren, sind morgen am besten aufgestellt, um agentenbasiertes AEO zu skalieren.
Welchen AEO-Trend Sie ignorieren können
Kommen wir nun zu dem AEO-Trend, den Sie getrost ignorieren können – oder zumindest vorerst zurückstellen.
KI-Referral-Traffic als primäre AEO-Erfolgskennzahl
Zunächst ergab es Sinn, dass Marketer versuchten, organischen Traffic durch KI-Referral-Traffic als vorrangige KI-Suchkennzahl zu ersetzen. Doch KI-Suche endet nicht immer in Klicks und Traffic, weshalb KI-Referral-Traffic nicht die 1:1-ROI-Kennzahl liefert, die Marketer gewohnt sind.
Denken Sie an Ihre eigene Nutzung von KI-Sucherlebnissen zurück: Wie oft haben Sie auf die in einer Antwort zitierten Links geklickt? Wahrscheinlich eher selten, weil Sie die benötigte Antwort bereits aus der generierten Antwort erhalten haben. Selbst wenn Sie von einer KI zitiert werden, ist die Wahrscheinlichkeit, dass jemand Ihre Website besucht, also deutlich geringer als bei der klassischen Suche.
KI-Suche ist kein Traffic-Spiel, sondern ein Awareness-Spiel. Stellen Sie es sich wie ein Plakat vor: Man kann nicht immer genau nachverfolgen, welche Conversions durch das Plakat entstanden sind, aber es bringt Ihre Marke vor die Augen der Menschen.
Trotz dieser weitverbreiteten Nutzererfahrung besteht bei anderen Marketingverantwortlichen weiterhin eine Diskrepanz in der Herangehensweise an Erfolgsmessung. Laut Clutchs 2026 State of Content Report verlassen sich fast 41 % der Content-Teams beim Messen ihres AEO-Erfolgs primär auf den Gesamt-Traffic über organische und KI-Referral-Quellen hinweg.
Wer KI-Referral-Traffic als primäres Ziel behandelt, verpasst die größere Chance: den Aufbau von Markenautorität in genau den Systemen, die zunehmend bestimmen, wie Menschen Antworten finden.
Die wichtigsten Content-Marketing-Prognosen für 2026
Zeit, einen Blick darauf zu werfen, wie die Zukunft des Content-Marketings im Jahr 2026 aussehen wird.
1. Markenreputation wird zur Top-Content-Priorität
Laut Clutchs 2026 State of Content Report nennen fast 41 % der Content-Expert:innen die Steuerung der Markenreputation im Zusammenhang mit KI-Suche als ihr wichtigstes Content-Ziel für 2026.
Ich glaube, dass Markenreputation und Sentiment noch wichtiger werden, als sie es 2025 schon waren. Letztes Jahr ging es vor allem darum, herauszufinden, wie man AEO-Performance misst und ob man überhaupt zitiert wird. 2026 wird der Fokus viel stärker darauf liegen, das Sentiment von Zitationen in LLMs in großem Maßstab zu erfassen und gezielt zu verbessern.
Marketer lernen schnell, dass das Sentiment genauso wichtig ist wie die reine Präsenz in KI-Antworten.
Bei AEO dreht sich alles um Markenautorität, Sichtbarkeit und Marktanteil, aber es geht auch um Social Listening und darum, wirklich genau hinzuhören, was über die eigene Marke gesagt wird und wie sie in der KI wahrgenommen wird.
Es reicht nicht aus, dass Ihre Marke in KI-generierten Antworten erscheint – wie sie beschrieben wird, prägt die Wahrnehmung der Nutzer:innen und beeinflusst Kaufentscheidungen. Diese Erwähnungen bauen im Laufe der Zeit Vertrautheit und Glaubwürdigkeit auf und beeinflussen häufig spätere Phasen der Buyer’s Journey.
2. Agentenbasierte Workflows treiben den Großteil der Content-Erstellung an
Agentenbasierte KI verändert nicht nur die Art, wie Menschen suchen, sondern krempelt auch die Content-Erstellung um. Laut Clutchs 2026 State of Content Report haben 75 % der Marketer den Einsatz KI-gestützter Tools in ihrem Standard-Content-Prozess bereits ausgeweitet.
In den nächsten 12 Monaten werden sich diese Anwendungsfälle weiter ausweiten, da die Einführung vollständig agentenbasierter Content-Workflows für Enterprise-Marken zur Top-Priorität wird – mit steigenden Content-Investitionen und dem Ziel, die Effizienz zu erhöhen.
Wir sehen bereits jetzt zahlreiche agentenbasierte Entwicklungen wie Claude Cowork, Conductors ChatGPT-App und andere innovative Tools, die Content-Aufgaben mit agentenbasierten Workflows automatisieren helfen. Für 2026 erwarte ich, dass Enterprise-Verantwortliche verstärkt nach Wegen suchen, Content-Agenten oder ein agentenbasiertes CMS zu implementieren, bei dem KI den Content erstellt, ein Mensch ihn prüft und der Agent den Content anschließend in das CMS überführt und formatiert, bis er veröffentlichungsbereit ist.
Statt KI nur für Einzelaufgaben wie das Erstellen von Content-Briefings oder das Herausziehen von Zitaten aus einem Video-Transkript zu nutzen, wird agentenbasierte KI künftig für nahezu den gesamten Content-Lebenszyklus verantwortlich sein. Das heißt aber nicht, dass Ihr bisheriger Content-Prozess ausgedient hat. Ist Ihnen aufgefallen, dass die Überschrift dieses Abschnitts nicht lautete, dass KI Ihre Content-Teams ersetzt?
Agentenbasierte Workflows sollen Ihren Content-Lebenszyklus antreiben, solange Sie verantwortungsvoll damit umgehen. Man muss lernen, KI wie ein Werkzeug zu nutzen. Sie soll Sie produktiver machen – ein weiteres Werkzeug in Ihrem Werkzeuggürtel, nicht ein Grund, sich um den eigenen Job zu sorgen.
Deshalb werden Human-in-the-Loop-Workflows zum Standard für verantwortungsvolle KI-gestützte Content-Erstellung – so können Teams sicherstellen, dass Inhalte vor der Veröffentlichung korrekt, ordentlich belegt sind und zur Markenstimme passen.
Diese Kontrolle ist für jede Marke entscheidend, der an ihrer Reputation in der KI-Suche gelegen ist – noch wichtiger ist sie für Marken in stark regulierten oder compliance-intensiven Branchen, in denen rechtliche Bedenken und Markenrisiken entstehen können.
Erfolgreich werden die Marken sein, die die Stärke agentenbasierter KI mit menschlicher Expertise kombinieren – für Content, der effizient produziert wird, aber gleichzeitig vertrauenswürdig und risikofrei bleibt.
3. Eigene Studien werden zum wichtigsten Zitationstreiber
Dank KI war es nie einfacher, Content zu produzieren. Das führt aber auch zu viel generischem Content, der sich alle ähnlich anhören und weder Markenreputation noch Autorität in AEO aufbauen.
KI-Systeme und Nutzer:innen suchen zunehmend nach einzigartigen, akkuraten und aktuellen Informationen. Damit Ihre Marke gefunden wird, brauchen Sie Content, der sich nicht kopieren lässt, ohne Sie zu zitieren. Genau hier kommen eigene Studien ins Spiel.
Eigene Erstanbieter-Studien sind so wirkungsvoll, weil es sich nicht einfach um informativen Content handelt. Man definiert keine Begriffe oder erstellt Inhalte, die jeder schreiben könnte. Man liefert echten, einzigartigen Mehrwert für Menschen – genau den, nach dem auch LLMs suchen.
Salesforce veröffentlicht beispielsweise jährlich einen State of Sales Report mit Experteneinblicken und exklusiven Daten zu den neuesten B2B-Sales-Trends.
Damit gewinnt Salesforce nicht nur Sichtbarkeit rund um das Thema Sales-Trends – das Unternehmen belegt bei Google das Top-organische-RankingRanking
Wer als SEO von Ranking spricht, meint damit die Position einer Website bzw. deren Unterseiten (URLs) innerhalb der SERP einer Suchmaschine in Bezug auf eine Suchanfrage.
Mehr erfahren und wird von Gemini bei Anfragen rund um „the state of sales“ zitiert –, sondern erzielt auch zusätzliche Zitationen von externen Quellen sowie Reichweite in sozialen Medien.
Gerade für B2B-Marken werden eigene Studien 2026 zur Content-Priorität Nr. 1, weil sie eine hervorragende Möglichkeit bieten, exklusive Daten und Erkenntnisse zu liefern, die LLMs und andere Publikationen gerne zitieren.
Marken, die eigene Studien priorisieren, profitieren von mehr Earned-Media-Berichterstattung, Backlinks, KI-Zitationen und Markenerwähnungen – all das stärkt langfristig die Autorität der Domain und der Marke.
Content-Trend, den Sie 2026 ignorieren sollten
Nicht jedem Content-Trend sollten Sie folgen. Diesem Trend sollten Sie 2026 besser nicht zu viel Bedeutung beimessen.
AEO durch dünnen, werblichen Content zu gamifizieren
Egal in welcher Suchära wir uns befinden oder welches Akronym gerade in Mode ist – es wird immer Marken geben, die versuchen, das System auszutricksen.
Wie bereits erwähnt, haben wir das erst kürzlich im AEO-Zeitalter beobachtet: Zahlreiche Marken veröffentlichten „Best of“-Listicles, in denen sie ihr eigenes Produkt oder ihre eigene Lösung ganz oben platzierten. Ziel war es, bei KI-Anfragen wie „Was ist die beste Task-Management-Software?“ zu erscheinen.
Ich glaube, wir sehen gerade, dass immer mehr experimentiert wird – auch mit Black-Hat-Taktiken, wie zuletzt beim Thema Listicle-Content, wo Websites sowohl in der KI- als auch in der klassischen Suche eingebrochen sind, weil sie zu viele dünne, werbliche Listicles veröffentlicht hatten.
Kurzfristig verschaffte das den Marken etwas Sichtbarkeit für diese Anfragen. Langfristig funktionierte es – bis es nicht mehr funktionierte.
Erste Anzeichen dieses Wandels sind bereits sichtbar. Untersuchungen der SEO-Expertin Lily Ray zeigen, dass Websites, die stark auf dünne, werbliche Listicles gesetzt hatten, bis zu 30–50 % ihres Traffics verloren, nachdem Google diese Inhalte nicht mehr rankte. In vielen Fällen erfüllen solche Artikel Googles Helpful-Content-Standards nicht, da ihre Einschätzungen verzerrt sind und es ihnen an eigenständigen Erkenntnissen fehlt.
Zu versuchen, das System auszutricksen, wird nicht aufgehen. Es wird ähnlich gut funktionieren wie schon bei SEO – vielleicht sogar schlechter, weil KI dünnen Content und Cloaking schneller erkennt als die klassische Suche.
Am Ende gilt für AEO dasselbe Prinzip wie schon immer für SEO: Abkürzungen schaffen selten dauerhafte Sichtbarkeit.
Marken, die auf wirklich hilfreichen, autoritativen Content setzen, haben mehr Durchhaltevermögen als jene, die versuchen, das System mit dünnen, werblichen Taktiken zu überlisten.
Ausblick: Was 2026 für AEO und Content-Marketing bringt
Die Marken, die 2026 in der Suchlandschaft erfolgreich sind, werden Sichtbarkeit, Markenreputation und den strategischen Einsatz von KI priorisieren.
Da KI-Antworten, multimodale Suche und agentengesteuerte Entdeckung die Art verändern, wie Menschen Marken recherchieren und Produkte kaufen, hängt Erfolg davon ab, autoritativen Content zu erstellen, authentisches Markenvertrauen im gesamten Web aufzubauen und KI zu nutzen, um Workflows zu skalieren, ohne auf menschliche Expertise zu verzichten.
Die nächste Evolutionsstufe der Suche ersetzt SEO nicht, sie erweitert es. Für Marken, die bereit sind, sich anzupassen, bietet der Wandel hin zu KI-gestützter Entdeckung eine große Chance, die nächste Ära der Suchsichtbarkeit aktiv mitzugestalten.

![Patrick Reinhart, VP, Services and Thought Leadership, [object Object]](https://cdn.sanity.io/images/tkl0o0xu/production/9bc72298b24ad01b732de4c3376f79546d20f81c-3542x3542.png?fit=min&w=100&h=100&dpr=1&q=95)
![Shannon Vize, Sr. Content Marketing Manager, [object Object]](https://cdn.sanity.io/images/tkl0o0xu/production/bde57d59c377cf4297300ba4181a876520044f2d-300x290.jpg?fit=min&w=100&h=100&dpr=1&q=95)



